Herbert Starek

Erfundene Geschichten, Lustige Kumpane

15.05.2013 - 20.07.2013
Herbert Starek, Erfundene Geschichten, Lustige Kumpane + Mehr Bilder...

No Matter. Try Again. Fail Better., 2013

Erfundene Geschichten, Lustige Kumpane

Nach seiner Ausstellung, „Der kühne Interpret“, Artbits 2011, erzählt uns der Künstler diesmal

„Erfundene Geschichten“ und zeigt uns „Lustige Kumpane“.

Die zum Teil großformatigen Digitalprints, bis ins kleinste Detail durchkomponiert und von hoher typografischer Qualität laden zum Verweilen und zum Entdecken ein. Das absurde Spiel, das Starek treibt, ist jedoch selten zu durchschauen, von freien Assoziationen geprägt und oft voll Witz und Humor.

Starek konfrontiert uns u.a. mit auf den ersten Blick klassischen Landkarten, die bei genauer Betrachtung jedoch alles andere sind, als das was sie vorgeben zu sein. Absurde Textfragmente und Bezeichnungen stehen an Stelle der Ortsnamen und Legenden, Banalitäten  werden gleichwertig neben Zitate gesetzt und verweisen auf Kunst und Philosophie. Wir sind ratlos und irritiert. In bester surrealer und dadaistischer Tradition schafft es der  Künstler zu verwirren, neugierig zu machen und zu unterhalten.

Ob das jetzt, wie in „Cafe Gitanes“ Gesprächsfetzen sind, die im Raum stehen und sich zu einem „cadavre exquis“ vereinen, ob ein Kreisel mit Pinocchionase in der „Barrett-See“ treibt oder ob das von Stan und Ollie gewagte Tänzchen unweigerlich in einem Stolpern oder Schlimmerem enden wird...

„No matter, try again, fail again, fail better“ riet ein Regisseur diesen beiden Komikern in den 1920er Jahren. Diesen Rat hat Starek als Titel zweier Arbeiten in der nun gezeigten Ausstellung gewählt und thematisiert damit das unbezwingbare Versuchen, das Scheitern, und sogar das darauf folgende noch bessere Scheitern. (Unvermögen, nicht eingelöste Erwartungen und das Scheitern.).

Seine Landkarten verheißen Orientierung und Gewissheit und verweigern gleichzeitig die Erfüllung dieser Versprechungen.

„Der Anspruch ist zu hoch, lasst uns erhobenen Hauptes scheitern!“

Amadeus Cavori