Benjamin Tomasi

Die Dinge verschwinden

22.02.2007 - 07.04.2007
Benjamin Tomasi, Die Dinge verschwinden + Mehr Bilder...

Skafbylur 1, 2007

digitaler Pigmentprint auf FineArt Papier

100 x 100 cm

Edition 3 Stück + 1EA + 1PP

Die Dinge verschwinden

Ab 22. Februar 2007 zeigt die Artbits Galerie Fotoarbeiten von Benjamin Tomasi.
Mit der Ausstellung „Die Dinge verschwinden“ stellt der Südtiroler Künstler die Mystik des Raumes in den Raum.

Zu sehen sind zwei unterschiedliche Bildserien:
-Eislandschaften, die sich in Nebelschwaden auflösen sowie
-Scheinarchitekturen, die von ein und demselben Raum erzählen.

Die anfangs sehr konträr erscheinenden Fotoserien lassen bei näherer Betrachtung ein gemeinsames Konzept erkennen. Zentrales Thema ist der Raum, Nicht-Raum bzw. Zwischenraum und damit verbunden die eigene Raumwahrnehmung. Ein Diskurs über Realität und Illusion wird eröffnet und die Imagination des Betrachters angeregt:

Ist der Raum, den ich sehe real oder fiktiv?
Gibt es reale Räume oder nur eine reale Raumwahrnehmung?


Die Fotos wurden mechanisch und digital manipuliert, um ein verfremdetes Abbild der Wirklichkeit zu zeigen (bewusster Lichteinfall, Mehrfachbelichtungen, Computernachbearbeitung, …).

Benjamin Tomasi möchte uns auf ein Gedankenspiel einladen. Er will uns von einer intellektuellen Ebene weiter auf eine emotionale und spirituelle Ebene bringen, in der Raum- und Selbstwahrnehmung spürbar und erlebbar werden oder sich gar atmosphärisch auflösen.

Seine Bildsprache ist äußerst reduziert und trotzdem stark von einer poetischen Mystik geprägt. Wir werden auf eine Reise geschickt, in der wir uns in Gedankenlabyrinthen verirren, Fragen stellen, ohne Antworten zu bekommen, um am Ende erkennen zu müssen, dass sich jeder seinen eigenen Zugang zum Raum/Bild erst verschaffen muss, indem er seine Position darin definiert.

Benjamin Tomasi lebt und arbeitet in Wien als Künstler und Musiker. Als Fotografiestudent beendet er gerade seine Diplomarbeit an der Universität für Angewandte Künste. Für seine Projekte bedient er sich unterschiedlichster Medien und Ausdrucksformen (Fotografie, Video, Sound, raumübergreifende Installationen).