Thomas "Keramik" Mock

The Forest

11.09.2013 - 25.10.2013

Ein dunkler Wald aus hellem Licht

Ab 11. September zeigt die Artbits Galerie die Ausstellung “The Forest" des Wiener Graffitti-Künstlers Thomas “Keramik" Mock. Mit seinen Arbeiten entführt uns der Street-Artist in einen finsteren Wald und zu einer kleinen Weltpremiere.

“Meine Inspiration ist das Nichts. Man stellt sich oft nichts vor und dann ist trotzdem etwas im Kopf. Und dieses ’Etwas', kommt ja auch von irgendwo her", antwortet Thomas ’Keramik' Mock, befragt nach den Motiven für seine Arbeit. Ähnlich ging der Wiener Street-Art-Künstler auch bei der Gestaltung seiner jüngsten Ausstellung “The Forest" vor. Bewaffnet mit dem TAGTOOL - einem "digitalen Lichtmalwerkzeug" - und einem schrottreifen Beamer startete der sechsunddreißigjährige 2009 in die abgedunkelten Weiten seines Ateliers. Stück für Stück entstand so eine lichtdurchflutete Bühne aus fetten Strichen, großen Flächen und zarten Grautönen, in die nach und nach die eigenwilligen Figuren aus Mocks Phantasie Einzug hielten.

Licht und Begeisterung

Der Titel “The Forest" war eine Folge der Begeisterung für die Möglichkeiten des neuen “Licht-Sprayers". Keramik: “Als gelernter Architekt wollte ich mit dem Raum spielen und als Sprayer möglichst zeitökonomisch einen Rahmen für meine Geschichte finden. Einen Wald habe ich einfach am schnellsten gemalt, der ganze Rest entstand dann beim Herumprobieren". Die Geschichte - eigentlich als Buchillustrationen konzipiert - erzählt ein postapokalyptisches Szenario: Nach dem Tod des letzten Menschen treten Tiere, Geister und Roboter in einem Wald zum Wettkampf um die Weltherrschaft an. Keramik erweist sich dabei als geschickter Verweber von Hinweisen und Nebenhandlungen. Erst bei näherem Studium offenbaren sich wichtige Details, monsterhafte Gesichter, mystische Symbole und schließlich, der verborgene Sinn der Geschichte.

Platten und Cheats

Die ursprünglich 48 Bilder umspannende Story wurde für die aktuelle Ausstellung auf acht großformatige Werke reduziert. Ein schwieriger Schnitt, dem allerdings größere Herausforderungen vorangegangen waren: Als massives Problem erwies sich die Haltbarkeit der Tagtool-Kreationen. Denn die Bilder, die Keramik im dunklen Studio projiziert hatte, waren für kurzfristige VJ- oder Performance-Auftritte erdacht und nicht speicherbar. Erst nachträglich einprogrammierte Cheats und eine neue Druckmaschine ermöglichten es, die Bilder zu fixieren.

Weltpremiere in Schwarz

Um die ursprüngliche Projektions-Anmutung nicht zu verlieren, wurde beim produzierenden Druckstudio SALON IRIS mit einem einer UV-Inkjet Direkt-Plattendruck Maschine, weißer Tinte und schwarzen Hartschaumstoffplatten gearbeitet. “Der ursprüngliche Effekt des abgedunkelten Raums blieb so erhalten und die hohe Auflösung der Ausgangsarbeiten ebenso“, erklärt SALON IRIS Eigentümer Stefan Fiedler die Vorteile des neuen Druckverfahrens. Entstanden ist dabei eine kleine Weltpremiere, bei der TAGTOOL-Projektionen erstmals gedruckt präsentiert werden. Um die ursprüngliche Geschichte trotzdem nachvollziehbar zu machen, werden die gesammelten Forest-Bilder in einen digitalen Bilderrahmen gespannt und als Mini-Diashow in der Auslage der Galerie projiziert. Wer genau schaut, kann dabei erahnen, wie es laut Keramik um das Schicksal unserer Welt bestellt ist.

Eine Kooperation zwischen Thomas "KERAMIK" Mock, TAGTOOL, SALON IRIS und ARTBITS.

http://www.thomasmock.com

http://www.tagtool.at

http://www.salon-iris.com